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DAS ALTE “GASTHAUS ZUM ENGEL”

SIET 1414

Das uralte“Gasthaus zum Engel”/(“Locanda dell’Angelo”), ursprünglich “Hostaria dell’Angelo”, hat seinen Namen vom ehemaligen benachbarten Kloster, das dem Erzegel Michael geweiht war.

    Man ist sich im Zweifel darüber, ob es sich um das gleiche Gasthaus handelt, das im Jahre  764 von Teutprand und seiner Frau Gumpranda eröffnet wurde, die beide aus reichen Handlerfamilien kamen und die der ganz in der Nahe liegender Michaelskirche ein grobzugiges  Vermächtnis hinterlassen hattenn oder um jenes, das von Aliprando am Anfang des 10. Jahrhunderts eröffnet worden war.

    In der “Corte dell’Angelo”, d.h. in dem zum Gasthaus Zugehörigen Innenhof befindet sich ein Heiligenbild in einer kleinen Wandnische, die in historischem Zusammenhang mit Baldassare Guinigi steht. Dieses Bild wurde im 19. Jahrhundert von Eusebio Puccini restauriert.

    Aus den ältesten schriftlichen Überlieferungen, die uns bis heute erhalten gebliebensind, können wir entnehmen, daß Giuliano di Nicolao am 1. Januar 1414 zu Gast im “Gasthaus zum Engel” war. Damals verfugte es über sieben Betten und sechs Zimmer, deren Anordnung auf einem raren und wertvollen Grundriß aus dem 15. Jahrhundert zu sehen ist. Die Zimmer des Gasthauses lagen im ersten Stock; die Fenster gingen zu der einen Seite auf die Via Pescheria und zu der anderen auf den Innenhof des “Engel”.

    Die Gaststube befand sich im Erdgeschoß, und im Keller lag der Vorratsraum, der den Inventaren aus dem 18. Jahrhundert zufolge reich mit großen Fässern von Rotund  Weißwein ausgestattet war. Dieser Wein stammte aus den umliegenden Hügeln. Zum Innenhof hin lagen auch die Stallungen des Gasthauses, die zur Unterbringung der Pferde und Kutschen der Gäste dienten.

    Das alte Gasthaus liegt in der Nähe des St. Michael Platzes, der sich im Herzen von Lucca an der Stelle des ehemaligen “Forums” befindet. Es hat durch die Jahrhundert hindurch eine Unzahl von Händlern aus dem In- und Ausland beherbergt, die nach Lucca gekommen waren, um die Stoffballen und Tücher der in ganz Europa berühmten  lucchesischen Seide zu kaufen.

    Es kamen aber auch viele Händler und Kaufleute aus der näheren Umgebung, um auf dem nahgelegenen Getreidemarkt auf dem St. Michael Platze, auf dem Krautermarkt Platz des 20. Septembers und auf dem Fischmarkt in “Fischhof” ihre Geschäfte abzuschließen.

    Jahrhundertelang war der Name der einflussreichen Familie Guinigi für die Gäste des “Gasthauses zum Engel” ein Gütezeichen des Gasthauses, die etwa um 1550 Besitzer des “Engel” und drei anderer Gasthäuser wurde. Letztere befanden sich jeweils in Viareggio, Borgo a Mozzano und auf der Hochebene der Pizzornen Berge, und alle drei boten ihren Gästen Stallungen und Verpflegung an. Den Guinigis folgten die Dovichis und später die Federiges.

    In den 30er Jahren dieses Jahrhunderts wurde der Abriß fast aller Häuser beschlossen, die sich zwischen der Via Roma und dem Platz des 20. Septembers befanden; Glücklicherweise fiel das “Gasthaus zum Engel” diesem Beschluß nicht zum Opfer.

    Die Gemeinde von Lucca, die heute Besitzerin des “Gasthauses zum Engel” ist,, ließ detaillierte Recherchen vornehmen, nach denen eine genaue Restaurierung erfolgte und nach denen die Räumlichkeiten wieder rekonstruiert wurden. So hat das Gasthaus zum Engel”, wie einst Kennern und Liebhabern wieder seine Küche geöffnet, mögen sie aus den kleinen und großen Dorfen um Lucca, aus anderen italienischen Städten oder aus dem Ausland kommen.


Der Text ausgefuhrt von Carlo Gabrielli Rosi, der hierzu Nachforschungen im Staatsarchiv von Lucca angestellt hat


Anmerkung:

Wir haben die Darstellung eines einfachen Engels statt des Erzengels Michael auf unserem Gasthausschild vorgezogen, um dem Namen treu zu bleiben, den sowohl das Gasthaus als auch der Innenhof schon seit Jahrhunderten tragen.


Im Untergerchoß des Gasthauses kamen wahrend der Restaurierungsarbeiten hochinteressante Funde von Mauerwerken aus dem fruhen Mittelalter an den Tag, die heute dort zu sehen sind.

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